Cesspool gibt alte Kugel auf

GORINCHEM – Bei einer archäologischen Ausgrabung im Stadtzentrum von Gorinchem wurden Dutzende alter Utensilien aus dem 17. Jahrhundert gefunden.de in 18de Jahrhundert. Die Ausgrabungen fanden in der Kaiserstraße, an dem Ort, wo die Wohnungsbaugesellschaft Gate6 möchte einen Apartmentkomplex bauen.

Aufgrund dieser Baupläne ist Poort6 verpflichtet, eine solche Untersuchung durchführen zu lassen. „Wir finden alle möglichen Dinge“, sagt Daan Isendoorn von der archäologischen Forschungsagentur ArcheoMedia aus Capelle aan den IJssel. „Wir haben eine Senkgrube mit Töpferwaren, Messern und Fischgräten freigelegt. Außerdem haben wir eine Kanonenkugel gefunden. Etwas ganz Besonderes.“

Senkgrube enthüllt alte Kugel, Daan Isendoorn, Archeomedia

Daan Isendoorn, Archeomedia

Die Archäologen, die diese Woche in der Keizerstraat im Stadtzentrum von Gorinchem Ausgrabungen durchführten, hofften, auf einen Teil der alten Festungsmauer zu stoßen. „Weil wir wissen, wo er verlaufen sollte“, sagt der Archäologe Daan Isendoorn. „Aber wir haben die Mauer nicht gefunden. Sie wurde wahrscheinlich zu einer Zeit abgetragen, als die Vorschriften für archäologische Stätten noch nicht so streng waren.“

Das Gebäude in der Keizerstraat, in dem diese Woche die Ausgrabungen stattfanden, beherbergte früher eine Ölhandelsgesellschaft. Die Festungsmauer musste vermutlich zwei kolossalen Ölfässern weichen. „Aber wir haben noch eine Menge anderes Zeug gefunden“, sagt Isendoorn triumphierend. „Dazu zählen Messer, Tierreste und Gebrauchsgegenstände. Ihr Alter können wir noch nicht mit Sicherheit sagen. Vermutlich stammen sie aus dem 17. und 18. Jahrhundert.“

Ein besonderer Fund war eine Kanonenkugel aus Stein. Da diese Ausgrabung in der Nähe der alten Festungsmauer stattfindet, könnte es sehr leicht passieren, dass wir eine Kanonenkugel finden. Die Mauer war natürlich auch eine Verteidigungslinie.

Graben mit freigelegten Fundamenten

Graben mit freigelegten Fundamenten

Gestern wurde der ausgehobene Graben wieder mit Erde verfüllt und die Arbeiten offiziell abgeschlossen. „Es ist jedoch möglich, dass in naher Zukunft weitere Forschung erforderlich sein wird“, erklärt Isendoorn. „Wir haben eine Reihe von Hausfundamenten freigelegt und etliche Objekte gefunden. Als Archäologen werden wir darüber einen Bericht verfassen, danach muss die Gemeinde entscheiden, ob weitere Untersuchungen notwendig sind. Das liegt nicht in unserer Hand.“ Sollten zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein, kann dies negative Folgen für die Planung des Neubauvorhabens haben. Hierzu gehört der Bau von fünf Mietwohnungen und einem Eigentumshaus. Laut aktueller Planung wird das Projekt laut Poort6 Anfang nächsten Jahres starten.“

30. Oktober 2009
AD Rivierenland

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