Forschung
Im Auftrag von VM-Montage, Archäologische Forschung und Beratung (ARC bv) eine archäologische Schreibtischstudie und Inventarisierungsfeldstudie (IVO) mittels Bohrungen, die für Merwededijk 42 in Dalem durchgeführt wurden.
Anlass der Untersuchung ist der geplante Abriss und Neubau am Standort. Diese Aktivitäten können archäologische Werte gefährden. Gemäß dem Gesetz zur Pflege archäologischer Denkmäler muss das Plangebiet zunächst auf das Vorhandensein archäologischer Werte untersucht werden.
Erwartungen
Basierend auf den im Rahmen der Desk Research gewonnenen Informationen kann ein archäologisches Erwartungsmodell für den Forschungsstandort erstellt werden. Es werden Bankguthaben der Merwede/Waal am Forschungsstandort erwartet. Auf diesen Bankdepots werden archäologische Funde aus der Zeit des Frühmittelalters erwartet. Zudem liegt der Forschungsstandort am Rande der alten Bebauung von Dalem. Damit besteht am Forschungsstandort eine hohe Wahrscheinlichkeit, archäologische Überreste aus dem Spätmittelalter und der Neuzeit zu finden. Ablagerungen aus dem Gorkum-Arkel-Stromgürtel sind vermutlich noch unter den Uferablagerungen der Merwede aus einer Tiefe von etwa 4 Metern über dem Meeresspiegel vorhanden. An der Spitze dieser Bankablagerungen finden sich archäologische Überreste aus der Jungsteinzeit
verhindern. Aufgrund des relativ hohen Grundwasserspiegels bestehen die möglicherweise vorhandenen archäologischen Überreste sowohl aus organischen als auch aus anorganischen Überresten wie Keramik oder Ziegeln. Auch Phosphatflecken können auftreten.
Keine Spuren
Der Untersuchungsstandort liegt tiefer als die Umgebung. Seit den 30er Jahren steht am Forschungsstandort ein Haus. Zuvor war das Gelände unbebaut und wurde als Obstgarten/Wald genutzt.
Die Erkundungsbohrungen zeigen, dass am Untersuchungsstandort keine Uferablagerungen der Merwede/Waal (mehr) vorhanden sind. Diese Bankeinlagen könnten ausgegraben worden sein. Der Boden um die aktuellen Gebäude wurde vor Kurzem, wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Bauarbeiten, bis zu einer Tiefe von etwa 1 m aufgewühlt. Tiefer im Untergrund befinden sich Uferablagerungen des Gorkum-Arkel-Stromgürtels. Im Forschungsgebiet ist kein Schichtsand aus diesem Strömungsgürtel vorhanden. An der Oberfläche der Uferablagerungen des Gorkum-Arkel-Stromgürtels wurden keine Spuren einer Bodenbildung gefunden, was darauf schließen lässt, dass diese Ablagerungen innerhalb des Standorts wahrscheinlich nicht für eine Besiedlung attraktiv waren.
Aufgrund der Ergebnisse der Erkundungsbohrungen wird der Schluss gezogen, dass am Untersuchungsort wahrscheinlich keine archäologischen Überreste und/oder Spuren vorhanden sind.
Veröffentlichung
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Hebinck, KA (2011) Eine archäologische Schreibtischstudie und eine kartografische Bestandsaufnahme im Gelände mittels Bohrungen für Merwededijk 42 in Dalem, Gemeinde Gorinchem (ZH), ARC-Berichte 2011-69, Geldermalsen. Flipbook | PDF (6 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | 46.625 |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 128.407/426.549 128.477/426.558 128.484/426.491 128.400/426.508 |
| Ortsname: | Merwededijk 42 |
| Ort: | Dalem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | Schreibtischforschung und Kartierungsbohrforschung |
| Testamentsvollstrecker: | Archäologische Forschung & Beratung (ARC), Geldermalsen |
| Projektleiter: | KA Hebinck |
| Kunde: | VM-Assembly |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | 9. und 11. Mai 2011 |
| Funde & Dokumentation: | - |
| IN: | - |

