Forschung
Hamaland Beratung wurde beauftragt von der Nationale Immobilienagentur eine archäologische Schreibtischstudie und eine Erkundungsbohrungsstudie, die für das Plangebiet Spijksedijk 2, 2a, 4 und 6 in Gorinchem durchgeführt wurde. Darüber hinaus wurde eine Bauaktenstudie durchgeführt.
Es handelt sich hierbei um ein Areal mit Gebäuden/Lagerhallen mit einer Grundstücksfläche von 10.185 m². Die Untersuchung erfolgte im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Grundstücks und der dazugehörigen Grundstücke und beinhaltete eine Risikoanalyse der zu erwartenden archäologischen Werte im Plangebiet. Eine konkrete Planung ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts noch nicht vorgesehen. Die Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen bilden die Richtschnur für die weitere Neugestaltung des Plangebietes, damit archäologische Werte möglichst wenig gestört werden. Der zukünftige Nutzer ist noch nicht bekannt.
Vorgeschichte bis Mittelalter
Der nördliche Teil des Plangebietes liegt auf der Karte der archäologischen Erwartungen und politischen Empfehlungen der Gemeinde Gorinchem in einem Gebiet mit hohen Erwartungen an oder nahe der Oberfläche für den Zeitraum von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter. Der nördlichste Punkt des Plangebietes liegt im Wasser und ist nicht vorhersehbar. Der südliche Teil wird aufgrund seiner Lage im historischen Zentrum mit sehr hohen Ansprüchen an die Zeit des Spätmittelalters und der Neuzeit kategorisiert. In Bereichen mit mehreren Erwartungswerten gilt die Anforderung der höchsten Erwartung, nämlich der sehr hohen Erwartung. Die kommunale Vorgabe besteht darin, dass bei Bodenstörungen tiefer als 30 cm unter dem Meeresspiegel und auf einer Fläche größer als 30 m² eine archäologische Untersuchung notwendig ist.
Abschluss
Aus der Schreibtischstudie geht hervor, dass das Plangebiet voraussichtlich archäologische Stätten aus allen Epochen vom Spätpaläolithikum bis zur Neuzeit enthalten wird. Das Plangebiet ist seit etwa 1936 bebaut. Davor war es eine Weidefläche und lag in der Nähe der Befestigungsanlagen von Gorinchem. Durch die Bauarbeiten, die Befestigungsanlagen und den Graben ist es zu einer bisher unbekannten Bodenstörung gekommen. Aufgrund der durchgeführten Bauaktenrecherche kann festgestellt werden, dass durch die aktuelle Bebauung (ab 1936) Bodenstörungen zwischen 0,45 m‑mv und 1,06 m‑mv auf einer maximalen Flächenausdehnung von 4.467 m² für das gesamte Plangebiet entstanden sind. Dies sind 43 % der Gesamtfläche des Plangebietes. Die Ergebnisse der Bohruntersuchungen zeigen, dass der Boden vor nicht allzu langer Zeit (ab 1850) um etwa 1,5 Meter angehoben wurde, um das Industriegebiet am Spijksedijk zu realisieren. Potenziell archäologisch wertvolle Schichten liegen direkt unterhalb der subrekten Erhebung ab einer Tiefe von 1,5 m‑mv in den Flusslehmablagerungen sowie den Ufer- und Sohlenablagerungen der Linge.
Beratung
Deshalb rät Hamaland Advies in seinem Gutachten zukünftigen Käufern und/oder Nutzern des Geländes, keine Bodeneingriffe außerhalb der bestehenden Bebauung vorzunehmen, die tiefer als 1,5 m‑mv reichen. Sind tiefere Bodeneingriffe geplant, empfiehlt es sich, das Vorhandensein von Aufschlussstellen durch Probegräben (Grabungsuntersuchungen) zu untersuchen.
Veröffentlichung
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Kuijl, E.A. van der (2017) Schreibtischforschung und Erkundungsbohrungen Forschung Archäologie Plangebiet Spijksedijk 2 2a 4 und 6 in Gorinchem Gemeinde Gorinchem, Zelhem. Flipbook | PDF (9 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | 4548997100 |
| Topografische Karte: | 38O |
| Koordinaten: | 126.869/427.465 126.810/427.287 126.929/427.354 126.829/427.262 126.859/427.359 (Mitte) |
| Ortsname: | Spijksedijk 2, 2a, 4 und 6 |
| Ort: | Gorinchem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | Desk Research und Explorationsbohrungen |
| Testamentsvollstrecker: | Hamaland Beratung |
| Projektleiter: | EEA van der Kuijl |
| Kunde: | Immobilienunternehmen der Zentralregierung |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | Juni 2017 |
| Funde & Dokumentation: | - |
| IN: | https://doi.org/10.17026%2Fdans-zkh-6zh5 |

