Forschung
Im November 2015 führte Archeodienst BV an diesem Standort eine umfangreiche Schreibtisch- und Bohruntersuchung für den Bau der Zufahrtsstraße zum geplanten Industriegebiet Groote Haar nördlich von Gorinchem durch.
Aufgrund der Ergebnisse der Bohruntersuchungen hält Archeodienst weitere Untersuchungen in verschiedenen Teilen des Gebiets für notwendig, wenn tiefer gegraben wird als in Abbildung 1 angegeben.
Basierend auf den Ergebnissen der Bohruntersuchung verbleiben Zonen, bei denen eine (mittel) hohe Erwartung besteht. Darüber hinaus wurde ein Teil des Plangebiets nicht untersucht, in dem noch (mittel-)hohe Erwartungszonen auftreten können.
Die (mittel)hohen Erwartungen vor Ort der (Banken von) Gletscherspalten gilt für die Mittel- und Jungsteinzeit. Da mit möglichen Überresten aus der Mittel- und Jungsteinzeit zu rechnen ist, wird für mittelgroße bis große steinzeitliche Siedlungen, die durch eine archäologische Schicht charakterisiert sind, eine Kartierbohrung nach der Methode B2 der Kartierrichtlinie durchgeführt. 1. Bei dieser Methode wird mit einem Hohleisen mit 20 cm Durchmesser in einem Raster von 25 x 3 gebohrt.
Ein zusätzlicher Vorteil besteht darin, dass die vorhandenen Löcher den gleichen Bohrdurchmesser aufweisen und das 20 x 25 m Raster über das verwendete 40 x 50 m Raster gelegt werden kann. Dadurch müssen lediglich zusätzliche Bohrungen vorgenommen werden (vier um eine Bohrung mit Boden) und bestehende Bohrstellen müssen nicht neu gebohrt werden.
Donk
Sollten diese vier Bohrungen tiefer als die angegebenen Tiefen gegraben werden oder sollte das Plangebiet bis zur maximalen Aushubtiefe untersucht werden müssen, sind weitere Untersuchungen zu empfehlen. Es wird empfohlen, das Gelände um diese vier Bohrlöcher herum zu kartieren und anhand der oben beschriebenen Methode festzustellen, ob es Hinweise auf eine archäologische Stätte gibt. Dies bedeutet, dass mindestens 4 Kartierungsbohrungen erforderlich sind (16 Bohrungen pro Bohrung mit Sohle). Wenn in einer der Kartierungsbohrungen eine Bodenschicht gefunden wird, muss die Kartierung um diese Zone herum fortgesetzt werden, bis keine Bodenschichten mehr gefunden werden.
Aufgrund der Ergebnisse der Bohruntersuchungen können noch keine verlässlichen Aussagen über die archäologischen Erwartungen am Standort des Donks und des Standorts mit historischer Bebauung getroffen werden.
Bei 8 der 4 Bohrlöcher (26, 185, 278 und 280) mit Bodenniveau liegt das potenzielle archäologische Niveau innerhalb (der Pufferzone) der maximalen Aushubtiefe.
Beim Donk könnte eine mögliche archäologische Ebene nahe der Erdoberfläche liegen und neben Siedlungen werden auch Lager von Jägern und Sammlern (Feuersteinfundstelle) erwartet. Um eine mittelgroße Feuersteinfundstelle mit mäßig hoher Funddichte zu finden, empfiehlt es sich, Kerne mit einem Durchmesser von 12 cm in einem Kernraster von 13 x 15 m zu platzieren. Das erbohrte Flussdünensediment wird anschließend über 3 mm gesiebt (Methode A32). Zwischen den Bohrungen 302 und 303 liegt ein Abstand von 50 m, der Arbeitsstreifen ist hier 20 m breit. Es empfiehlt sich, zunächst durch 2 Sondierbohrungen zu prüfen, ob eine Geländeoberkante vorhanden ist. Wenn die Bodenhöhe innerhalb von 1,8 m liegt (max. Aushubtiefe + 30 cm Puffer), wird empfohlen, den Donk gemäß der oben beschriebenen Methode zu kartieren. Daraus würden sich dann maximal 5 Kartierungsbohrungen ergeben. Da der Donk bereits in die Planung der Zu- und Abfahrtsrampen einbezogen wurde, wird die Chance einer möglichen Plananpassung als gering eingeschätzt.
Beratung
Bei Arbeiten rund um historische Gebäude empfiehlt sich die Durchführung einer dreiteiligen Sondierbohrung. Eine in der Mitte der zu erwartenden Bebauung (Hof ca. 20 m breit) und je eine Bohrung 30 m östlich und westlich entlang des Weges. Dadurch lässt sich feststellen, ob die Bodenbeschaffenheit am Standort des geplanten Bauwerks von der umgebenden Region abweicht. Wenn die Bodenstruktur dieselbe ist, wird durch den Bau des Weges die archäologische Ebene gestört worden sein. Weicht die Bodenstruktur ab, ist dies ein Hinweis darauf, dass möglicherweise noch archäologische Überreste vorhanden sind.
Ein großer Teil auf der Ostseite des Plangebietes konnte aufgrund fehlender Befahrungserlaubnis nicht erkundet werden. Sollte sich diese Zone für den Ausbau der Zufahrtsstraße als notwendig erweisen, empfiehlt sich dennoch die Durchführung einer Sondierungsbohrung, wenn Grabungsarbeiten tiefer als 1,0 m unter dem Meeresspiegel durchgeführt werden.
Darüber hinaus ist zu beachten, dass die oben genannten Hinweise von einer maximalen Aushubtiefe von 1,5 m ausgehen. Wenn tiefere Ausgrabungsarbeiten erforderlich sind, muss die Notwendigkeit zusätzlicher archäologischer Untersuchungen anhand der Beratungskarte geprüft werden.
Veröffentlichung
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Monastery, E. van der (2015) Schreibtischforschung und Inventarisierung – Erkundungsphase der Feldforschung. Zufahrtsstraße zum Industriegebiet Groote Haar in Gorinchem, Bericht des Archäologischen Dienstes 781, Siebenaar. Flipbook | PDF (6,6 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | 3976415100 |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 125.990/432.024 126.220/431.062 125.668/429.934 125.330/430.029 |
| Ortsname: | Das alte Land; Polder Kort-Scheiwijk und Polder Lang-Scheiwijk; Hoher Giessenpolder. |
| Ort: | Gorinchem, Hoogblokland, Hornisse |
| Gemeinde: | Giessenlanden, Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | Schreibtisch- und Bohrforschung, Erkundungsphase (BO und IVO-V) |
| Testamentsvollstrecker: | Archaeology Service BV, Zevenaar |
| Projektleiter: | Drs. WS van de Graaf |
| Kunde: | SAB Berater für Raumentwicklung. |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem en Gemeinde Gießenlanden |
| Beginn der Forschung: | 16. bis 26. November 2015 |
| Dokumentation: | Archaeology Service BV, Zevenaar |
| IN: | https://doi.org/10.17026/dans-xhy-78fd |



