Forschung
Sekundärforschung
In Autrag gegeben von Hurks Immobilien Mitte hat RAAP Archäologische Beratung Im Juli 2009 wurde im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau der Bastion VII am Nonnenveld 52 eine Schreibtischstudie durchgeführt. Ziel dieser Studie war es in erster Linie, möglichst viele Informationen über bekannte und zu erwartende archäologische Werte zu sammeln, um auf dieser Grundlage eine konkrete Erwartung zu formulieren. Basierend auf den Untersuchungsergebnissen sowie der Art und dem Umfang der geplanten Bodeneingriffe im Plangebiet wurden im Anschluss Empfehlungen für archäologische Folgeuntersuchungen erarbeitet.

Neues Gästehaus soll abgerissen werden
Schiffswracks und städtischer Müll
Für das Plangebiet galt eine geringe archäologische Erwartung für Fundstellen aus der Zeit bis einschließlich Frühmittelalter. Möglicherweise enthielt das Plangebiet Reste landwirtschaftlicher Nutzung, Gebrauchsgegenstände und Ähnliches aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit (16de Jahrhundert). Im ehemaligen Kalkhaven könnten sich im Untergrund Schiffswracks und Siedlungsabfälle befunden haben.
Solche archäologischen Überreste wurden auf dem Grund des Kalkhaven erwartet, dessen Tiefe unbekannt ist. Anhand historischer Karten konnten Reste (Fundamente) von Gebäuden und einer Mühle aus der Neuzeit (Periode 17) gefunden werden.de-19de Jahrhundert) sind im Plangebiet vorhanden. Falls solche Überreste im Plangebiet vorhanden wären, würden sie sich nahe der Oberfläche befinden.
Keine Folgeforschung
In den 70er Jahren des 20.e Jahrhundert wurde im Plangebiet ein Pflegeheim errichtet. Dieses Gebäude wurde aufgeschüttet. Der Planbereich befand sich innerhalb der Wallanlage und wurde mindestens 50 cm (auf ca. 3,0 m +NAP) ausgehoben. Der Boden schien größtenteils auf 1,85 m +NAP und teilweise sogar auf 0,2 m -NAP ausgehoben worden zu sein. Anhand der Störungsdaten aus der Bauphase des Pflegeheims konnte festgestellt werden, dass im gesamten Plangebiet die oberflächennahen Reste ausgegraben wurden. Überreste, die tiefer im Boden liegen, wurden größtenteils oder teilweise ausgegraben.

De Kromhout, Hafen mit Werft von Hendrik van de Giessen und Mühle „De Eendracht“, anonym (1814–1873)
Auf dieser Grundlage wurde die Wahrscheinlichkeit, dass (intakte und/oder erhaltenswerte) archäologische Überreste gestört würden, als sehr gering eingeschätzt. Durch spätere Bodeneingriffe wurde der Boden kaum stärker ausgehoben als in den 70er Jahren.e Jahrhundert war geschehen. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie wurden im Rahmen der geplanten Bodeninterventionen keine weiteren archäologischen Untersuchungen im Plangebiet empfohlen.
Veröffentlichung
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Kruif, S. de (2009) Planungsgebiet 7. Bastion im Nonnenveld 52, Gemeinde Gorinchem. Archäologische Voruntersuchungen: eine Schreibtisch- und Inventarfeldstudie, RAAP-Hinweis 3230, Weesp. Flipbook | PDF (3,61 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | Forschungsmeldung: 36022 |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 126.815/426.583 |
| Ortsname: | Nonnenfeld 52 |
| Ort: | Gorinchem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | Sekundärforschung |
| Testamentsvollstrecker: | RAAP, Region West |
| Projektleiter: | Drs. S. de Kruif |
| Kunde: | Hurks Construction & Real Estate BV |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | Juli 2009 |
| Funde & Dokumentation: | Städtisches Depot für Archäologie Gorinchem |
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