GORINCHEM – In einer Knochengrube neben dem Grote Kerk Es gibt zwei Schädel. Ein Archäologe löst sie vorsichtig aus dem schweren Lehm. Er stellt fest, dass es sich wahrscheinlich um Männer handelt und weist auf die Form der Augenhöhlen und Augenbrauen hin. Wenige Meter entfernt sind Archäologen damit beschäftigt, ein Grab auszuheben. Die Gräber wurden entdeckt, als die Gemeinde im vergangenen Jahr eine Löschwasserleitung verlegen wollte. Laut Hans van Breugel von der Gemeinde sind diese archäologischen Untersuchungen notwendig, bevor die Pipeline verlegt werden kann.
schwerer Lehm
Rund um die Kirche befand sich vom 1830. Jahrhundert bis XNUMX ein Friedhof. Lediglich der für die Wasserleitung benötigte Streifen wird derzeit bis in eine Tiefe von etwa einem Meter untersucht. Die Feldarbeit wird von sieben Archäologen und mehreren Freiwilligen von Hollandia in Zaandijk durchgeführt. Sie graben den Boden vorsichtig um. Die Gräber werden mit Kelle und Schaufel gereinigt. Hier gibt es keine Indiana-Jones-Szenen. Archäologische Forschungen in den Niederlanden bestehen hauptsächlich aus Grabungen in schwerem Lehm. Glücklicherweise ist das Wetter während der Feldarbeit gut. Schmuck und Keramik fanden die Archäologen nicht, weiß Eliza van Rooijen.
Ost-West-Richtung
Auch zwischen den Gräbern sind kaum Unterschiede zu erkennen, sie sind alle gleich groß. Auch die Truhen sind ähnlich. Reich und Arm liegen zusammen. Anhand der Bodenschichten lässt sich das Alter der Gräber nur schwer bestimmen. Auf Friedhöfen werden oft Menschen aus unterschiedlichen Epochen gemeinsam bestattet. Nur mit sehr aufwendigen Techniken lässt sich das Alter eines Grabes feststellen. Die Gräber liegen alle in Ost-West-Richtung. Van Rooijen: „Das hat mit der christlichen Geschichte vom Jüngsten Tag zu tun. Menschen liegen mit den Füßen nach Osten, damit sie am Jüngsten Tag nach ihrer Auferstehung mit dem Gesicht nach Osten stehen. Geistliche liegen umgekehrt, damit sie am Jüngsten Tag ihre Anhänger anschauen können.
Forschung
Alle Funde werden sorgfältig fotografiert und die Details in Zeichnungen festgehalten. Anschließend werden die Knochen und Skelette aus dem Boden geborgen. Ein Anthropologe untersucht die Skelette auf Alter, Geschlecht und mögliche Krankheiten. Überreste des Sarges können Hinweise auf die Zeit geben, in der eine Person lebte. Alles wird recherchiert und dokumentiert. Anschließend werden alle gefundenen Skelette und Knochen auf dem öffentlichen Friedhof erneut bestattet.
Kicky Daoud
Gorcumse Courant
28. Mai 2008
