Forschung
In Autrag gegeben von Aveco de Bondt hat ADC ArcheoProjekte Für das Plangebiet Banneweg 22, Rijkswaterstaat-Stützpunkt „De Banne“ in Gorinchem, wurden eine Schreibtischstudie und eine Inventar-Feldstudie durchgeführt. Der Stützpunkt im Planbereich wurde neu gestaltet.
Die Untersuchungen erfolgten im Rahmen eines Bauantrags und waren notwendig, um festzustellen, ob durch die geplanten Aktivitäten die Gefahr einer Beschädigung archäologischer Überreste im Untergrund besteht.
Würden im Plangebiet Klüfteablagerungen aus dem Schaikbachgürtel lokalisiert, könnten archäologische Überreste aus der Jungsteinzeit vorhanden sein. Diese Lagerstätten liegen innerhalb einer Tiefe von 500 cm unter der Erdoberfläche. Archäologische Überreste wurden, sofern vorhanden, in den oberen Schichten der Schichtablagerungen und in den Uferablagerungen erwartet.
Wenn im Plangebiet Beckenablagerungen vorhanden waren, könnten im Plangebiet Überreste aus dem Spätmittelalter vorhanden sein. Archäologische Überreste aus der Neuzeit wurden auf und direkt unter der Erdoberfläche erwartet.
Bohrforschung
Um diese Erwartung zu überprüfen, wurde im Plangebiet eine Bohruntersuchung (Spezifikation VS03) durchgeführt. Die auf Grundlage der Schreibtischstudie erwarteten Uferablagerungen auf Bettablagerungen wurden nur in Bohrung 1 gefunden. In Bohrung 5 und 8 wurden Beckenablagerungen im Wechsel mit Uferablagerungen auf Uferablagerungen gefunden. In den Bohrungen 4 und 6 wurden überwiegend Beckenablagerungen gefunden, innerhalb derer ein maximal 130 cm mächtiges Paket aus Uferablagerungen gefunden wurde. In den Bohrungen 2, 3 und 7 wurden ausschließlich Schalenablagerungen gefunden. In den Bohrlöchern 1, 4 und 8 wurden möglicherweise die auf der Schreibtischstudie basierenden erwarteten Transferablagerungen angetroffen.
Die archäologische Erwartung basierte auf dem Vorkommen von Gletscherspalten- oder Flussgürtelablagerungen im Untergrund. Höhere Sandbettablagerungen waren in der Vergangenheit besonders attraktiv für die Besiedlung. Solche Sandablagerungen wurden nur in der Bohrung 1 gefunden. Da es am Standort dieser Bohrung nur zu geringen Störungen kam (hier wurde lediglich eine Überdachung errichtet), waren die hier vorhandenen archäologischen Werte nicht unmittelbar gefährdet.
In den Bohrungen 4, 5, 6 und 8 wurde eine Kombination aus Ufer- und Beckenablagerungen gefunden. Diese Bohrlöcher wurden wahrscheinlich am Rande eines Flussufers angelegt. Aufgrund des Fehlens sandiger Bodenablagerungen kam man zu dem Schluss, dass dieses Gebiet in der Vergangenheit weniger gut für die Besiedlung geeignet war.
ADC ArcheoProjecten hat empfohlen, das Gelände für die geplante Bebauung freizugeben. Es kann jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden, dass in der Nähe des Untersuchungsgebiets noch archäologische Überreste vorhanden sind.
Veröffentlichung
![]() |
Hanemaaijer, M. (2010) Rijkswaterstaat-Stützpunkt „De Banne“ Banneweg, Gorinchem. Eine Desk Research und Inventory Field Research in Form einer Erkundungsbohrung, ADC-Bericht 2257, Amersfoort. Flipbook | PDF (3,81 MB) |
Metadaten
| Archis-Nummer(n): | 39729 (OM) |
| Topografische Karte: | 38G |
| Koordinaten: | 124.583/428.453 |
| Ortsname: | A15/A27 De Banne |
| Ort: | Gorinchem |
| Gemeinde: | Gorinchem |
| Provinz: | Süd-Holland |
| Art der Forschung: | Archäologisch: Bohrforschung |
| Testamentsvollstrecker: | ADC Archäoprojekte |
| Projektleiter: | M. Haanemaaijer |
| Kunde: | Aveco de Bondt |
| Zuständige Behörde: | Gemeente Gorinchem |
| Beginn der Forschung: | 17 März 2010 |
| Funde & Dokumentation: | Städtisches Depot für Archäologie Gorinchem |
| IN: | https://doi.org/10.17026/dans-z4g-vrdc |


