Cooles Nachbargrundstück neben dem Innenhof entdeckt

GORINCHEM – Die Ausgrabungen im Kreidestraße liefern zunehmend ein Bild der alten historischen Innenstadt, wie sie am Ende des 14.de, Anfang 15de Jahrhundert ausgesehen haben muss. Der Archäologe Sjaak Mooren von der Forschungs- und Beratungsagentur Baac habe gestern entdeckt, dass neben dem Hof ​​van Arkel ein komplettes Nachbargebäude aus dem 14. Jahrhundert steht.

Der Hof selbst ist größer als zunächst angenommen. Bisher wurde vermutlich nur die Hälfte des Gebäudes ausgegraben, die andere Hälfte befindet sich unter der Hausnummer 14. Mooren: „Im Nachbargebäude müssen vornehme Leute gewohnt haben. Wohl reiche Kaufleute oder niederer Adel, aber wer genau, wissen wir noch nicht. Wir graben gerade die Senkgrube aus und hoffen, dort oder im dazugehörigen Garten weitere Hinweise auf die Bewohner zu finden. Über die Senkgrube gibt es etwas Schönes zu erzählen. Damals wurde eine Grube ausgehoben, die von einem Flechtwerk aus Ästen und Zweigen umgeben ist. Das werden wir fotografieren, denn jetzt sieht es noch toll aus, morgen wird aber nur noch Pulver übrig sein.“

Flechtwerkgrubengleis 194, über dem beim Bau der Grote School ein Erdgewölbe errichtet wurde, Blickrichtung Süden

Flechtgrube im Süden gesehen

In der Senkgrube selbst sind Freiwillige mit Schaufeln und Metalldetektor-Einsatz beschäftigt. Sie stehen fast bis zu den Knien im Grundwasser und schaufeln den Schlamm Schicht für Schicht weg. „Wir haben jetzt die Fragmente einer großen Schüssel gefunden. Den Rest werden wir finden.“ Außer einem Hühnerknochen und einem handgeschärften Holzstück ist bisher nichts Besonderes aus der Senkgrube gekommen. Doch gegen Mittag gelingt der Erfolg. Eine leicht beschädigte schwarze Vase kommt an die Oberfläche. Es ist keine kleine.

Kolonnade

Mooren ist begeisterter davon, dass die Konturen des Hof van Arkel immer deutlicher werden. „Zwischen dem Nachbargebäude und dem Hof ​​verlief früher eine schmale Straße, bevor die Fassade des Hofes beginnt. Dann tritt das Gebäude etwas nach hinten zurück, wir finden einen weiteren Korridor oder eine Kolonnade, und der andere Seitenflügel befindet sich höchstwahrscheinlich unter dem Haus mit der Nummer 14. Dorthin können wir nur gelangen, wenn es jemals abgerissen wird.“

Mooren macht mit ausladenden Gesten deutlich, wie groß der Hof gewesen sein muss. Wo er steht, war höchstwahrscheinlich der ehemalige Garten, der sich vielleicht bis zur Struisvogelstraat erstreckte. „Uns läuft die Zeit davon. Deshalb wollen wir die Überreste beider Gebäude sehr genau untersuchen und können den gesamten Hinterhof nur grob durchgraben. Und dann können wir nur hoffen, dass wir nicht auf Mauern aller Art stoßen, denn dann haben wir ein echtes Problem“, sagt Mooren, der sehr dankbar ist, dass ihm so viele Freiwillige helfen.

Alle Forschungsergebnisse werden sorgfältig dokumentiert und fotografiert. Sollten die Ausgrabungen am 29. September abgebrochen werden müssen, ist zumindest vieles für die Nachwelt festgehalten und viel mehr über die Geschichte von Gorcum bekannt. Doch wer waren die Nachbarn der Van Arkels?

11. September 2002
Gorcumse Courant

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