GORINCHEM – Die Archäologen auf der Baustelle von V&D auf der Gorcumse Kreidestraße Diese Woche wurde eine Mordwaffe aus dem 27. Jahrhundert gefunden. Ob damit tatsächlich jemand getötet wurde, ist nicht mehr bekannt. Dass der XNUMX Zentimeter lange Dolch jedoch zu diesem Zweck geschmiedet wurde, steht außer Frage.
Der Freiwillige Wim Becks, der durch seine Kontakte zur Forschungs- und Beratungsagentur BAAC fand den Dolch mit seinem Metalldetektor auf der Ausgrabungsstätte in Gorinchem. Der Dolch stand aufrecht im Boden, als hätte ihn jemand mit Gewalt in den Boden getrieben, wie das Schwert Excalibur. Im Gegensatz zum mythologischen Schwert ließ sich der Dolch leicht herausziehen. Die Reinigung gestaltete sich bisher schwieriger. Hobbyarchäologe Martin Veen von der Archäologischen Arbeitsgruppe der Gemeinde Gorinchem legte den Fund in einen Behälter mit Soda. „Nur Soda, mit einem Stück Zink, damit eine chemische Reaktion ausgelöst wird, die den Dolch reinigt.“ Schon vor Beginn der Konservierung war klar, dass es sich um ein besonderes Exemplar handelte.
Veen vermutete zunächst, dass der Gorcum-Dolch einem Exemplar ähnelte, das Anfang der 1990er Jahre in Leiden gefunden wurde. Nachforschungen ergaben jedoch, dass diese Stichwaffe aus dem 14. Jahrhundert mit Kupferbeschlägen versehen war, während der Gorcum-Fund vermutlich aus Silber gefertigt war. „Wir sind uns noch nicht ganz sicher, aber auf den ersten Blick scheint die Trittplatte – der Teil, der die Hand vor der Klinge schützt – versilbert zu sein. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, handelt es sich um ein teures Exemplar, das nicht jeder mit sich herumgetragen hätte.“
Sollte sich der Dolch als nicht versilbert herausstellen, können die Archäologen und Freiwilligen dennoch behaupten, das älteste Silberstück in Gorcum an der Krijtstraat ausgegraben zu haben. Bei den Ausgrabungen wurde ein kleiner Silberring aus dem 15. Jahrhundert gefunden. Diese Woche sorgte zudem ein etwas makabrer Fund für Aufregung: das Skelett eines vollständigen Schweins mit drei Beinen. Ob dem Tier aufgrund einer Laune der Natur einfach ein viertes Bein fehlte oder ob es bei den Ausgrabungen verloren ging, ist unklar. „Letztendlich stellte sich heraus, dass das Skelett nicht so intakt war, wie wir zunächst angenommen hatten“, sagt Veen. „Nachdem wir die Knochen mit einem Schwamm abgewaschen hatten, fehlten dem Schwein offenbar ein Teil des Schädels und auch einige Knochen. Kein historischer Desaster, aber es wäre lustig gewesen, wenn das Tier tatsächlich vollständig gewesen wäre“, sagt Veen. Zufriedener ist er mit dem grauen Vorratsgefäß aus dem 14. Jahrhundert. „Es kam fast unversehrt aus dem Boden. Und solche Funde macht man nicht oft.“
Die ersten Funde könnten im Laufe der nächsten Woche im Gorcums Museum zu sehen sein. Die Archäologische Arbeitsgruppe arbeitet am Aufbau einer kleinen Ausstellung.
Anja Broeken
Der Dordrechter
14. September 2002

