Am 17. Dezember 2020 jährte sich die Gründung einer Zweigstelle des Niederländischen Jugendverbands für Geschichtswissenschaften (NJBG) in Gorinchem auf Initiative von Claas van Kuilenburg zum fünfzigsten Mal. Der NJBG war (und ist) ein bundesweiter Verein für geschichtsinteressierte Jugendliche ab 12 Jahren.
Besonders beliebt waren die jährlichen Ausgrabungscamps, bei denen die Mitglieder unter Anleitung professioneller Archäologen bei archäologischen Forschungen mitwirkten.
Die junge Abteilung Gorcum bekam 1971 ein eigenes Clubhaus: Das Pesthaus (Bagijnenwalstraat 22), wo sich die Mitglieder wöchentlich trafen. In den 70er Jahren äußerte sich der Dezernatsvorstand kritisch zu den Folgen des Stadtumbaus. Die Innenstadt wurde abgeholzt und viele Gebäude, die wir heute gerne wieder im Stadtbild sehen würden, verschwanden unter der Abrissbirne. Alle kommunalen Bebauungspläne wurden daher genau überwacht. Das Bewusstsein für die Denkmalpflege wuchs. Teilweise aufgrund der Bemühungen der NJBG, Stiftung für Stadtsanierung Gorinchem (SSG) aufstellen. Zwei Jahre später Merewade-Stiftung mit einer Publikationsreihe zu Themen aus der Geschichte Gorinchems. Auch die ersten archäologischen Untersuchungen am Langendijk (1973) wurden von der NJBG initiiert. Anfang der XNUMXer Jahre starb die Abteilung langsam aus, doch für viele Mitglieder war die Mitgliedschaft ein wegweisender Schritt in ihrem Studium und Berufsleben.
Wiedervereinigung
Nachdem die COVID-Maßnahmen einem Treffen nichts mehr im Wege standen, kamen am Freitagnachmittag, dem 24. September, fünfzehn ehemalige Mitglieder nach Gorinchem, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. Die Alumni wurden von Aron de Vries und Esther Franken im Ausstellungsraum des Regionalarchiv wo zu diesem Anlass auch Fotos aus der Geschichte der NJBG Gorinchem ausgestellt waren. Anschließend führte Esther Franken die Gruppe zum neuen, professionell ausgestatteten Depot der Gorcums-Museum.
Empfang im Regionalarchiv und im neuen Depot des Gorcum-Museums.
Am Nachmittag wurde das Programm im Museum fortgesetzt. Zeremonienmeister Claas van Kuilenburg verwöhnte sein Publikum mit einer inspirierenden Retrospektive der 70er Jahre. Einige ehemalige Mitglieder überreichten den Vertretern des Museums, des Regionalarchivs und des archäologischen Depots einige physische Erinnerungen aus ihren persönlichen Sammlungen. So gelangten beispielsweise eine Armeeschaufel und ein Maßband, die bei den ersten archäologischen Erkundungen zum Einsatz kamen, in das Depot von Bert Stamkot. Wim Voogt spendete außerdem eine Wandfliese aus dem 17. Jahrhundert und Henk Hovenkamp stiftete einen Tonpfeifenabdruck aus einer Form aus dem 16. Jahrhundert zur Herstellung von Heiligenstatuen. Der Nachmittag klang mit einem gemeinsamen Abendessen aus.
Sonderausgabe Scriptum Caspingium
Wie jede lokale NJBG-Zweigstelle hatte Gorinchem von 1971 bis 1978 eine eigene Zeitschrift mit dem Titel 'Scriptum Caspingium', benannt nach der römischen Siedlung Caspingium wie der auf dem Peutinger Karte verhindert. Diese Zeitschrift veröffentlichte nicht nur Beiträge ihrer eigenen Mitglieder, sondern auch Artikel von Gorcum-Autoren und mehreren landesweit bekannten Historikern. Zur Feier der Wiedervereinigung wurde eine Sonderausgabe veröffentlicht.
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Astrid Lorjé-de Haan et al. (2021) Scriptum Caspingium. Eine Sonderausgabe. Veröffentlicht anlässlich des Treffens ehemaliger Mitglieder und Aktiver des Zweigs Gorinchem und Umgebung des Niederländischen Jugendverbands für Geschichtswissenschaften (NJBG), Gorinchem, 24. September 2021. Flipbook | PDF (7 MB) |
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